Es ist die Frage, die uns von allen am häufigsten erreicht: „Warum holt sich die App meinen TTR nicht einfach selbst?”
Die Frage ist berechtigt. Der Wert existiert, er ist online, er gehört dir — und trotzdem tippst du ihn von Hand ab. Deshalb hier die ehrliche Antwort, was heute geht, was noch nicht, und woran wir gerade arbeiten.
Die kurze Version
Es gibt bislang keine offizielle Schnittstelle, über die eine App wie TT Playbook TTR-Werte sauber und mit Erlaubnis abrufen könnte. Weder myTischtennis noch der DTTB stellen so einen Zugang derzeit bereit. Das ist keine Schikane und kein Versehen — es ist ein Stück Digitalisierung, das noch vor allen Beteiligten liegt.
Wir haben deshalb den offiziellen Weg eingeschlagen: Ende August ist unsere Anfrage an myTischtennis rausgegangen, der DTTB ist eingebunden. Und bis dahin gilt der Weg, den es schon heute gibt und der zwei Minuten dauert.
Der TTR steht im Profil — eingetragen von dir
In TT Playbook Player haben TTR und Q-TTR ein eigenes Feld im Profil. Bei dir selbst und bei jedem Gegner. Der Weg dauert einmalig etwa zwei Minuten:
- Wert nachschlagen — bei myTischtennis oder in click-TT, im Spielerprofil beziehungsweise in der Mannschaftsmeldung.
- Profil in der App öffnen und den Wert eintragen.
- Fertig. Er steht ab sofort unter dem Namen und wird überall mitgeführt, wo die App mit Spielstärke rechnet.
Das klingt nach mehr Handarbeit, als es ist. Die Gegner, die dich wirklich interessieren, sind ein überschaubarer Kreis — die Stammspieler der Mannschaften, gegen die du in dieser Serie antrittst. Wer sich einmal zu Saisonbeginn zwanzig Minuten hinsetzt, hat die halbe Liga im Steckbrief stehen.
TTR und QTTR sind zwei verschiedene Zahlen
Die beiden Werte gehen oft durcheinander, dabei ist der Unterschied einfach — und er ist der Grund, warum die App beide Felder hat:
- Der TTR-Wert ist deine laufende Spielstärke. Er bewegt sich nach jeder ausgewerteten Veranstaltung, nach oben oder unten, je nach Gegner unterschiedlich stark.
- Der Q-TTR — oft auch QTTR geschrieben — ist der Quartals-TTR. Er wird zu den Stichtagen 11. Februar, 11. Mai, 11. August und 11. November festgeschrieben und bleibt dann ein Vierteljahr stehen. Für Meldungen und Aufstellungen ist er die maßgebliche Zahl.
Für dein Scouting heißt das: Der Q-TTR ist der stabile Anker — er sagt dir, in welcher Liga du den Gegner einsortieren musst. Der TTR ist die Tagesform in Zahlen — er sagt dir, ob jemand gerade einen Lauf hat. Wer im November gegen einen Spieler antritt, dessen Q-TTR bei 1520 steht, der TTR aber bei 1590, weiß vorher, dass da einer im Aufwind ist.
Rechnen musst du selbst gar nichts
Was TT Playbook dir abnimmt, ist der zweite Teil: die Frage, was ein Ergebnis eigentlich wert war.
Der TTR-Rechner arbeitet nach dem Verfahren des DTTB. Du trägst deinen Wert ein, dazu die Gegner einer Veranstaltung mit Sieg oder Niederlage — und siehst, wie viele Punkte am Ende dabei herauskommen. Wichtig dabei: Gerechnet wird die ganze Veranstaltung auf einmal, mit deinem Wert von vorher, und erst am Schluss gerundet. Genau so macht es die offizielle Auswertung auch, und genau deshalb weichen viele schnelle Rechner im Netz ab.
Die Änderungskonstante K zieht sich die App aus deinem Profil — Grundwert 16, mit Zuschlägen für junge Spieler, wenige bewertete Einzel oder eine lange Pause.
Das ist der Unterschied zwischen „lief nicht so” und „gegen 180 Punkte mehr im Rücken war das ein sehr ordentliches Ergebnis”. Den Rechner gibt es in der App — und kostenlos, ohne Anmeldung, auf der TTR-Rechner-Seite hier auf tt-playbook.de.
Warum es noch nicht automatisch geht
Jetzt zum eigentlichen Thema. Technisch wäre das Problem klein — es hakt an einer Stelle davor: Es gibt keinen offiziellen, erlaubten Zugang. Kein dokumentiertes Tor, durch das eine App wie unsere klopfen und um Einlass bitten könnte.
Für uns war früh klar, wie wir damit umgehen. Wir hätten uns die Werte auf Umwegen zusammensuchen können. Wir wollen das nicht — nicht bei Daten, die Spielerinnen und Spielern gehören, und nicht bei einem Produkt, das seinen Nutzern verspricht, sorgsam mit ihren Daten umzugehen. Also gehen wir den offiziellen Weg.
Unsere Anfrage an myTischtennis, mit dem DTTB im Verteiler, dreht sich um genau zwei Dinge:
- deinen eigenen TTR-Wert, den die App mit deiner ausdrücklichen Einwilligung übernehmen darf,
- und den Q-TTR, wie er ohnehin in den öffentlichen Mannschaftsmeldungen steht.
Wir sind da ziemlich optimistisch. Der Bedarf ist offensichtlich, und das Interesse ist auf allen Seiten dasselbe: Spielerinnen und Spieler sollen ihre eigenen Zahlen dort nutzen können, wo sie ihnen etwas bringen. Je einfacher der Zugang zu den eigenen Daten ist, desto mehr Wert bekommt das ganze Ranglisten-System für die Aktiven — davon haben Verband und Portal genauso etwas wie wir.
Was wir nicht tun: ein Datum versprechen. Sobald es Neues gibt, liest du es hier — und in der App als Neuigkeit, ohne dass du irgendwo suchen musst.
Wozu der Wert am Ende überhaupt gut ist
Ein TTR-Wert allein gewinnt kein Spiel. Er wird erst interessant, wenn etwas danebensteht: deine Bilanz gegen diesen Gegner, was beim letzten Mal funktioniert hat und was nicht, seine Schwächen aus deiner eigenen Beobachtung.
Genau dafür ist die Zahl im Profil da. Sie ordnet ein — und alles andere, was du über den Gegner weißt, hängt sich daran auf. Die Match-Vorbereitung zieht sich beides zusammen und legt es dir zwanzig Minuten vor dem Punktspiel aufs Handy statt in die Kabinenerzählung.
Und weil das im Team noch mehr bringt als allein: Der Gegner-Steckbrief macht aus dem Profil eine Karte, die du als Bild oder PDF in die Mannschaftsgruppe schickst — TTR inklusive.
Deine Daten bleiben, wo sie sind
Ein Nebeneffekt des manuellen Wegs, den wir gar nicht so schnell aufgeben wollen: Es geht nichts raus. TT Playbook Player arbeitet offline-first — deine Gegner, Matches und Notizen liegen auf deinem Gerät, auf dem Server liegt nur dein Konto, in Frankfurt. Keine Weitergabe an Dritte.
Auch eine spätere Anbindung würden wir so bauen: dein Wert, deine Einwilligung, dein Gerät. Nicht anders.
Wir bleiben dran
Bis es soweit ist, gilt der einfache Weg — ein Feld, ein Wert, kein Umweg. Und der Rechner nimmt dir ab, was danach kommt.
Wenn du einen Wunsch hast, wie TTR und Q-TTR in deinem Alltag am besten funktionieren würden: Schreib uns. Mehr als eine Funktion in der App ist genau so entstanden.
Die Tischtennis-App gibt es für iPhone und Android: