TT Playbook Player hat das bisher größte Update bekommen — sechs neue Funktionen, die alle aus demselben Gedanken entstanden sind: Was man am Tisch braucht, sollte in der App stehen und nicht woanders nachgeschlagen werden müssen. Regelfrage, Punktezählen, der eigene Schlägerbelag, die Frage was ein Turnier an TTR-Punkten bringt — das waren bisher sechs verschiedene Nachschlagewerke.
Alles Folgende ist offline nutzbar. Was Pro voraussetzt, steht ausdrücklich dabei.
1. Regeln nachschlagen, auch mitten im Spiel
Die wichtigsten internationalen Tischtennisregeln stehen jetzt in der App: 30 Regeln in sechs Kategorien — Aufschlag, Zählweise, Ballwechsel, Doppel, Ausrüstung und Verhalten. Gesucht wird nach Stichwort, nicht nach Paragraf. „Netz”, „Kantenball” oder „Handtuch” eingeben genügt.
Jede Regel ist in eigenen Worten zusammengefasst, mit der Fundstelle im ITTF-Regelwerk daneben. Dazu kommt ein Praxishinweis: Bei der Hochwurf-Regel steht zum Beispiel dabei, dass 16 Zentimeter etwa Netzhöhe entsprechen — und dass regelwidrig aufschlägt, wer den Ball einfach aus der Hand fallen lässt.
Die Sammlung ist offline verfügbar und in jeder Version enthalten, auch in der kostenlosen. Verbindlich ist selbstverständlich weiterhin der offizielle Wortlaut; der ist aus der App heraus verlinkt.
2. Zähltafel: Punkte zählen direkt in der App
Wer ohne Schiedsrichter spielt, kennt die Diskussion nach dem siebten Ballwechsel. Die Zähltafel macht daraus einen Blick auf den Tisch: große Zahlen, der Satzstand dazwischen, die bisherigen Sätze als Zeile darunter.
Der Aufschlag wird mitgeführt und wechselt automatisch — nach zwei Punkten, in der Verlängerung nach jedem. Ein Zurück-Knopf nimmt den Fehlklick zurück, ohne dass der ganze Satz neu getippt werden muss. Vor dem Start lässt sich einstellen, ob auf zwei, drei oder vier Gewinnsätze gespielt wird.
Halt das Handy quer, dann schaltet die App von selbst in die Zählgerät-Ansicht.
3. Datensicherung: alles in einer Datei
Weil die App offline arbeitet und deine Daten auf dem Gerät bleiben, gab es bisher eine unangenehme Lücke: Beim Gerätewechsel war alles weg. Das ist behoben. Alle Spiele, Gegner, Notizen und dein Profil lassen sich in eine einzelne Datei sichern — und nach einer Neuinstallation oder auf einem neuen Handy genauso wieder einspielen.
Eine Sache steht bewusst nicht drin: Fotos und Videos sind nicht Teil der Sicherung. Sie liegen als eigene Dateien auf dem Gerät und würden die Sicherungsdatei unbrauchbar groß machen. Die App sagt das an dieser Stelle auch selbst — damit niemand nach dem Gerätewechsel eine böse Überraschung erlebt. Wer seine Videos behalten will, kopiert sie separat.
Wer seine Zahlen lieber selbst auswertet, exportiert Spiele und Gegner als CSV und öffnet sie in Excel oder Numbers. Der CSV-Export gehört zu Pro; die Sicherung selbst ist für alle da.
4. Material auswählen statt tippen
Material gehört zum Scouting — bei dir selbst genauso wie beim Gegner. Bisher hieß das: alles von Hand eintippen, in jeder Schreibweise, die einem gerade einfiel. Damit ließ sich hinterher schlecht arbeiten.
Jetzt stehen rund 300 Beläge und 170 Hölzer der gängigen Marken als Liste bereit. Marke wählen, Modell wählen, Schwammstärke wählen. Wenn du eine Marke gewählt hast, zeigt die Modell-Liste nur noch deren Modelle — und du kannst zusätzlich nach dem Namen suchen.
Für alles, was nicht auf der Liste steht, bleibt „Selbst eintragen” erhalten. Der Katalog soll nichts verhindern, er soll nur den Normalfall schneller machen.
Mehr dazu — und warum die Belag-Erfassung beim Gegner sogar noch wichtiger ist als bei dir selbst — steht in einem eigenen Artikel: Material richtig erfassen.
5. TTR-Rechner für Deutschland
Wer in Deutschland spielt, kennt die Rechnerei nach dem Wochenende: Was bringt das eigentlich an TTR-Punkten? Der Rechner beantwortet das jetzt in der App — nach dem offiziellen Verfahren des DTTB.
Du trägst deinen eigenen TTR-Wert ein und dann für jedes Spiel den Wert des Gegners samt Ergebnis. Alle Spiele einer Veranstaltung werden zusammen gerechnet, genau wie es die offizielle Rangliste macht. Die Änderungskonstante zieht die App aus deinem Alter im Profil und lässt sich für die Sonderfälle anpassen — weniger als 30 bewertete Einzel, oder über ein Jahr kein Wettkampf.
Wichtig zur Einordnung: Das ist ein Rechenwerkzeug für die eigene Vorausschau, keine Synchronisation mit myTischtennis. Der Rechner erscheint nur, wenn im Profil Deutschland als Spielland eingestellt ist — in anderen Verbänden gilt ein anderes Verfahren.
6. Jetzt auch auf Französisch
TT Playbook Player gibt es ab sofort auf Französisch, zusätzlich zu Deutsch, Englisch und Spanisch. Umgestellt wird in den Einstellungen, ohne Neustart.
Diese Website hat den Schritt mitgemacht: Startseite, beide App-Seiten, Kontakt, Blog und die Rechtstexte gibt es jetzt ebenfalls auf Französisch.
Was sonst noch drin steckt
Dazu kommen viele kleinere Verbesserungen bei Anmeldung, Übersetzungen und Darstellung, die sich schlecht in eine Überschrift fassen lassen, im Alltag aber auffallen.
Das Update steht für iPhone und Android bereit. Wenn du die App schon hast, kommt es über den üblichen Weg — und die App weist dich beim nächsten Start darauf hin.